Die Texelfortsetzung

Am dritten Urlaubstag bekam der Sohn endlich endlich seinen Wunsch nach Kescher und Eimer erfüllt und begab sich auf intensive Forschungsausflüge am Strand.

Das ablaufende Wasser ließ wunderschöne Muscheln, aber auch Seesterne, Einsiedlerkrebse und mehr zurück.

So verging ein weiterer schöner Urlaubstag, den ich mit einem gemütlichen Strick- und Leseabend bei einem wunderbaren  Becher Rotwein beendete.

 

Der nächste Tag begann verregnet.

Aber das hat uns nicht weiter beeindruckt. Denn für diesen Tag hatten wir erstmals schon vorgeplant. Texel hat an seiner nordwestlichen Seite 30 km schönste Sandstrände aufzuweisen. Die dem Festland zugewandte Seite hat nicht nur ein Wattgebiet, dort liegt auch der geschützte Hafen Oudeschild. Von dort kann man einige Bootstouren unternehmen, und wenn man schon einmal auf Texel ist, sollte man das auch unbedingt tun. Mit den Kuttern TX 10 und TX 20 kann man verschiedene Ausfahrten machen, eine vorherige Reservierung ist zu empfehlen. Das war ein spannender Törn.

  

Am Ende bekam jede Familie eine Tüte der auf der Fahrt erbeuteten Krabben geschenkt.

Und als wir von Bord gingen, schien sogar wieder die Sonne.

Abends gab es nach stundenlanger Krabbenpulerei meinerseits Rührei mit … natürlich … Krabben.

Wer auf Texel von A nach B oder von De Koog  nach Den Burg gelangen möchte, tut dies am besten mit dem Fahrrad. Das Radwegsystem ist super gut ausgebaut und basiert auf verschiedene Knotenpunkte, so dass man gemütlich überall hingelangt. Oftmals sind die Fahrradwege auch eigene kleine Straßen (die beispielsweise durch die Dünen führen), so dass man Kinder gut mit der Ansage motivieren kann, mit dem Auto käme man an all diese schönen Stellen gar nicht heran. Und so haben wir uns am nächsten Tag dann endlich Fahrräder ausgeliehen. Dies tut man – zumindest bei unserem Platz – tunlichst nicht am Zeltplatz direkt, denn dort ist es teuer. Ich hatte schon vorher etwas recherchiert und war auf folgenden Verleih gestoßen: Klick! Mein 7-Gang-Fahrrad gab es für 35 Euro die Woche. Für das 24er Mountainbike des Sohnes bezahlte ich 28 Euro für die Woche. Beide Fahrräder waren in einem Topzustand. Beim Zeltplatz sollten die Räder 10 Euro am Tag kosten …


Für den ersten Ausflug hatte der Sohn einen großen Wunsch, der ihm aber auch etwas peinlich war. Er hatte in der Rezeption eine Broschüre gefunden, die Überschrift hatte es ihm angetan:

Kom lammetjes knuffelen op Texel!

Ca. 6 km radelten wir vom Zeltplatz dorthin, für mich etwas blöd, da mein Fahrrad viel zu niedrig (und das will bei mir was heißen!) eingestellt war.

 

Der Sohn knuffelte und ich hab mir die atemberaubende Vorführung der Hütehunde angeschaut.

Und ich habe mir Wolle zum Spinnen mitgebracht.

Wieder in De Koog musste noch ein To Do abgehakt werden. Der Sohn wollte Pannenkoeken. Oder zumindest Poffertjes. Er wollte unbedingt in ein Pannenkoekenhuis. Natürlich gibt es ein solches in De Koog. Aber ich … ich mag keine Pannenkoeken, weder süß noch herzhaft. Aber das Pannenkoekenhusi De Tijd bietet mehr, für 4,50 oder so bekommt man auch Pommes (Patat) mit Garnitur (Bitterballen und Frikandel und so). Sehr lecker war es.

Das war es erst einmal für heute. Demnächst mehr.

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