Herausstricken

Mein früheres Verhältnis zur Wolle und deren Verarbeitung kann man sich so vorstellen: Frau Dorfmuddie, im Abiturientenalter, betritt ein Wollgeschäft, und aus den Regalen hoppst das ein oder andere Knäuel auf sie zu und teilt ihr sehr deutlich mit, was sie bitte schön damit stricken solle.

Anleitungen hab ich selten gebraucht, was gut dazu passt, dass ich so meine Leseprobleme mit Gebrauchsanweisungen schon immer hatte.

Ich sah ein graues und ein pinkes Knäuel und wusste, dass ich daraus einen graumelierten Pulli mit mittig grellpinkem Zopf elaborieren MUSSTE. Ich habe ganze Patchwork-Jacken gestrickt … ein Wollparadies.

Das ist jetzt anders, meist sind meine Strickwerke schon gar nicht mehr so umfangreich. Socken halt. Oder Tücher. Oder so.

Aber manchmal flüstern mir die Stränge noch was zu.

So geschehen hier:
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Aus feuerwehrorangroter Wolle mit Türkis und Lila wurde zunächst ein profaner Sock, mit dem ich mich doch noch einmal an der Bumerangferse üben wollte. Sie ist gar nicht so schlecht geworden, aber irgendwie warl das nicht das, was aus dieser Wolle werden sollte. Ich hab mich dann noch an ein oder zwei anderen Ideen versucht, aber auch das war nicht das, was aus dieser Wolle werden wollte. Ich glaube aber, nun hab ich es, ein Zackenrand und danach einfach 6 rechts, 2 links im Wechselimage

 

 

Zweites Paar

Sockenpaar 2/2016 ist fertig geworden. Den zweiten Socken musste ich im Eiltempo stricken, denn das Paar ist für meine Mutter zum Geburtstag, und ihr dazu gehöriger Besuch kam dann etwas verfrüht (aber dennoch willkommen).

Die Herzchenferse ist gut gelungen und annähernd lochlos.

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